​​Hier sehen wir alles: Die allgegenwärtigen Ruinen, die Heimatlosen, die Hungrigen, die Soldaten, die ins Gefangenenlager marschieren. Wer glaubt, er habe schon alle Bilder des Krieges gesehen, wird von Berlin 1945 überrascht sein.

—Greg Mitchell, The Nation

Berührend und atemberaubend, mal unheimlich und mal eher prosaisch, zeigen diese Bilder der siegreichen Roten Armee gewöhnliche Menschen, die Außergewöhnliches tun, um ihr Leben wieder aufzubauen, inmitten der Ruinen einer besiegten Stadt​

– Jason Walsh, Christian Science Monitor

Peter Kroh, 1950 geboren, war Fotoreporter für eine Reihe von Zeitungen in der DDR, darunter die Junge Welt  und die Thüringer Allgemeine. 1995 zog er wieder nach Berlin, um für den Berliner Kurier zu arbeiten, wo er Fotoredakteur wurde. Heute lebt er im Ruhestand in Brandenburg.

Stephen Kinzer ist ein amerikanischer Journalist und Korrespondent, der aus über 50 Ländern berichtet hat, vor allem für die New York Times und leitete das Berliner Büros der Times von 1990 bis 1996. Heute ist er Wissenschaftler an der Brown University in Providence, Rhode Island. Sein neuestes Buch ist The Brothers: John Foster Dulles, Allen Dulles, and Their Secret World War, eine Biographie der Dulles-Brüder.

Berlin 1945 zeigt fast 200 schwarz-weiße Fotos von Berlin aus den Monaten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, die von sowjetischen Armeefotografen, darunter Mark Redkin and Jewgenij Chaldej aufgenommen worden, viele aber auch von Deutschen wie dem Berliner Otto Donath. Es sind herzzerreißende Bilder von ausgebombten Straßen, brennenden Häusern, toten Soldaten und verlorenen Kindern. Jedes Foto ist eine Erzählung zum Kriegs- und zum Nachkriegselend einer Stadt, die Legende war und ist. Die Bilder der Ruinenstadt Berlin, lange in Archiven verschollen, wirken auf die Betrachter deshalb so wirkungsvoll, weil das zerstörte Stadtzentrum als tägliche Erlebnis dargestellt wird. Alle Fotos stammen aus dem Archiv von Berliner Zeitung und von der (damals noch) BZ am Abend, heute Berliner Kurier, aber auch der sowjetischen Armeezeitung Tägliche Rundschau.

Mit einem Vorwort von Steven Kinzer, der frühere Bürochef der New York Times in Berlin

Berlin 1945


Leben nach dem Zweiten Weltkrieg


Michael Brettin / Peter Kroh

Otto Donath wurde 1898 in Berlin geboren. Im Zweiten Weltkreg war er Fotograf für die Propagandaabteilung der Wehrmacht. Nach 1945 fotografierte er zunächst für die Rote Armee, dann für mehrere Zeitungen und Magazine in Ost-Berlin, darunter die Neue Berliner Illustrierte und Für Dich. Er starb 1971 in Berlin.

Es sind Fotos, die eine groteske Normalität abbilden, jener Augenblicke zwischen Ende und Anfang einer in Trümmern liegenden Metropole, die sich langsam von ihrer Lethargie befreit.

— SPIEGEL Online

Dr. Michael Brettin, 1964 in Helmstedt geboren, ist verantwortlicher Redakteur des Geschichtsmagazins Unser Berlin des Berliner Kurier am Sonntag. Der Absolvent der Hamburger Journalistenschule studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Ostslawistik.

Die unbekannten Bilder zur bekannten Ruinenstadt Berlin wirken auf die Betrachter deshalb so wirkungsvoll, weil Berliner in Berlin zu sehen sind, für die das zerstörte Stadtzentrum das tägliche Erlebnis war. Dieser Rückblick in die Geschichte lässt niemanden gleichgültig.

—Literaturmarktinfo.de

Michael Brettin

Peter Kroh

Broschur, 218 Seiten, 
177 Fotos schwarz-weiß
21,6 x 28 cm

​ISBN: 978-3-960260-00-4
Ladenpreis 20,- €